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Freiwilligendienst beim ASB

"Seit ich hier arbeite, geht es mir besser"

Ahmad Alakoub leistet seit September 2017 einen Freiwilligendienst bei der ASB-Lehrerkooperative in Frankfurt am Main. Vier Stunden täglich lernt der 38-Jährige in der dortigen Kita die Arbeit im pädagogischen Bereich kennen und kann dabei sein Deutsch, das er nachmittags im Integrationskurs erlernt, anwenden.

Ahmad Alakoub kam vor zei Jahren aus Syrien nach Deutschland und hat bei seinem Freiwilligendienst in der Kita neue Zukunftsperspektiven gefunden.

„Die Kinder waren zuerst zurückhaltend, weil ich neu war und wenig Deutsch spreche. Sie kamen dann aber schnell auf mich zu, und jetzt spielen wir ganz selbstverständlich“, erzählt Ahmad Alakoub.

Anderer Umgang mit Kindern.
Seit etwa zwei Jahren ist der Syrer, der mit seiner Familie aus Hama floh, in Deutschland. Zuvor war er im Handel tätig. „Hier kann ich in diesem Beruf nicht arbeiten. Am Anfang habe ich gedacht, in Deutschland werde ich nur rumsitzen, essen oder schlafen. Ich habe nichts über das Land gewusst. Seit ich arbeite, geht es mir besser. Vieles ist hier anders, aber durch den Kontakt mit Deutschen finde ich manches aus Syrien auch hier wieder“, berichtet Ahmad Alakoub. „Die Kinder sind allerdings anders und auch der Umgang mit ihnen unterscheidet sich. Hier werden sie ernst genommen, haben Rechte, man behandelt sie viel weniger autoritär als in Syrien.“

Durch die Arbeit aufgeblüht
Dass sein Einstieg in den vorerst auf sechs Monate befristeten Freiwilligendienst so gut funktioniert hat, liegt besonders am Team. „Die Kolleginnen sind Vorbilder für mich, wir arbeiten wie ‚eine Hand‘, wie man auf Arabisch sagt.“ Einrichtungsleiterin Katja Brandt sieht Ahmad Alakoub als Bereicherung. „Man konnte dabei zusehen, wie er durch die Arbeit aufgeblüht ist. Die Kinder haben ihn ins Herz geschlossen“, berichtet auch seine Anleiterin Sarah Lautenschläger.

Ahmad Alakoub möchte an den Freiwilligendienst gern eine Ausbildung im pädagogischen Bereich anschließen. „Wenn ich dann mit meiner Familie noch eine Wohnung finde, können wir endlich normal leben.“

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