Pressemitteilung

ASB fordert Krisengipfel mit hessischer Landesregierung

Der Arbeiter-Samariter-Bund in Hessen fordert anlässlich seiner 20. Landeskonferenz am 18.08.2018 in Darmstadt die hessische Landesregierung zum Krisengipfel auf. Ziel soll es sein, dem zunehmend spürbaren Fachkräftemangel in sozialen Berufen zu begegnen. Ministerpräsident Volker Bouffier sichert Unterstützung zu.

ASB Landeskonferenz - Ministerpräsident Volker Bouffier, ASB Landesgeschäftsführer Jörg Gonnermann, ASB Landesvorsitzender Ludwig Frölich (v.l.n.r) Bildrechte: ASB / Hannibal Hanschke

Qualifiziertes Personal für soziale Berufe zu gewinnen und zu binden, wird zu einer zunehmenden Herausforderung für Wohlfahrts- und Hilfsorganisationen. Dass dieses Thema nicht nur die Mitglieder des ASB, sondern auch die geladenen Ehrengäste Ministerpräsident Volker Bouffier, Fraktionsvorsitzender der SPD Hessen Thorsten Schäfer-Gümbel und Oberbürgermeister der Stadt Darmstadt Jochen Partsch bewegt, zeigte sich auf der 20. Landeskonferenz des ASB in Darmstadt.

Landesweit sind zunehmende Personalengpässe in der Pflege, im Rettungsdienst und in den pädagogischen Berufen zu verzeichnen. Besonders betroffen sei derzeit der Rettungsdienst: „Der Bedarf kann nicht mehr ausreichend bedient werden. Akute Engpässe bei der Besetzung von Rettungsmitteln erfordern Sofortmaßnahmen zur Sicherstellung des Rettungsdienstes“, sagte Ludwig Frölich, 1. Landesvorsitzender in seiner Begrüßungsrede. Um die Sicherstellung des Gemeinwohls nicht zu gefährden, fordert der ASB daher zu einem Krisengipfel mit der hessischen Landesregierung auf. Wichtig sei es gemeinsam und im Austausch mit anderen Hilfsorganisationen auf politischer Ebene Rahmenbedingungen zu schaffen, die die sozialen Berufe attraktiver gestalten.

Durch Veränderungen in den Durchführungsbestimmungen zum hessischen Rettungsdienstgesetz und in der Ausbildung könnten Engpässe gelindert werden. Einen wesentlichen Beitrag zur Attraktivität sozialer Berufe kann auch die Stärkung des Ehrenamts und der Freiwilligendienste leisten. „Mit einer besseren finanziellen Ausstattung der Freiwilligendienste sowie der Aufhebung einer Kontingentierung der Anzahl an Stellen im Freiwilligen Sozialen Jahr oder im Bundesfreiwilligendienst könnte weitere Unterstützung erzielt werden. Gleichzeitig könnte so Verständnis für den gesellschaftlichen Mehrwert eines sozialen Dienstes geschaffen werden“, so Ludwig Frölich.

Ministerpräsident Volker Bouffier sichert dem ASB als erprobter Partner der Landesregierung seine Unterstützung zu. „Wer sich für den ASB engagiert, zeigt auf viele unterschiedliche Arten Menschlichkeit und Nächstenliebe“, sagte Ministerpräsident Volker Bouffier anerkennend. Die Landesregierung unterstütze dieses vielfältige Engagement auch finanziell: „Insgesamt werden wir in diesem sowie im kommenden Jahr weitere rund 4,2 Millionen Euro in die Ehrenamtsförderung stecken“, sagte Volker Bouffier und dankte den ASB-Mitgliedern für ihre Arbeit.

Kontakt für weitere Informationen:

Arbeiter-Samariter-Bund
Landesverband Hessen e.V.

Andrea Berger
Referentin des Landesvorstandes

Telefon: +49 69 5484044-294

E-Mail:   andrea.berger@asb-hessen.de