Landesverband Hessen e.V.

ASB präsentierte Kompetenz im Bevölkerungsschutz

Bundeskanzlerin Merkel besuchte BBK

„Ohne Freiwillige ist kein Staat zu machen“, sagte Bundeskanzlerin Angela Merkel heute während ihres Besuches im Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) in Bonn.

Interessiert zeigte sich Bundeskanzlerin Merkel auch an den Dienstfahrzeugen der ASB-Motorradstaffel. Links im Bild: ASB-Bundesarzt Dr. Georg Scholz. Hinten rechts: Der Landesgeschäftsführer des ASB NRW, Dr. Stefan Sandbrink. © ASB/S. Hörle

Dort präsentierten die großen Hilfsorganisationen, unter ihnen auch der Arbeiter-Samariter-Bund (ASB), ihre Kompetenzen im Rettungsdienst und Bevölkerungsschutz.

Am Info-Stand des ASB stellten sich die Taucherstaffel, die Wasserrettung und ein Mitarbeiter der Motorradstaffel aus Dortmund sowie der Rettungsdienst aus Düsseldorf der Kanzlerin vor. Im Gespräch mit den ASB‘lern interessierte sich die Bundeskanzlerin vor allem für deren Motivation, die Aufgaben, Erfahrungen und die Vereinbarkeit von Ehrenamt und Beruf. „Es ist beruhigend zu wissen, dass Sie jederzeit einsatzbereit sind“, erklärte Merkel. „Sie packen an, wenn Not am Mann ist. Es ist unbezahlbar, was Sie für unsere Gesellschaft leisten, Sie sind eine der tragenden Säulen des Bevölkerungsschutzes."

Nach seinem Treffen mit der Bundeskanzlerin sagte ASB-Bundesarzt Dr. Georg Scholz: „Der demografische Wandel sowie andere Welt- und Wertebilder machen sich auch im ASB in der Nachwuchsgewinnung bemerkbar. Es ist  schwieriger geworden, die Menschen für ein soziales Engagement zu begeistern. Umso mehr freut mich die Wertschätzung der Freiwilligen durch die Kanzlerin. Diese Anerkennung gibt ihnen Bestätigung für ihre Leistungen, und für den Verband gibt es Hoffnung für die Zukunft des freiwilligen Engagements.“

Rund 15.000 Frauen und Männer engagieren sich derzeit ehrenamtlich im Bereich des Bevölkerungsschutzes und der sozialen Dienstleistungen beim ASB. Sie leisten im Notfall schnelle medizinische Hilfe im In- und Ausland und sind unverzichtbar in vielen Dienstleistungen für Senioren, Kinder und Menschen mit Behinderung.

Susanne Hörle 08-SEP-2014
 

Aktuelle Meldung

ASB gewinnt beim SAM.I.Contest

Vom 7. bis zum 10. August traten rund 80 Jugendliche beim 5. SAMARITAN Contest in Italien gegeneinander an.

© ASB/S.Rosenberger

Adria/Venedig, 10. August 2014 – Rund 80 Jugendliche aus ganz Europa haben sich drei Tage lang beim 5. SAMARITAN CONTEST  in Italien in Erster Hilfe gemessen. Für den ASB gab es zwei erfreuliche Ergebnisse: Die Jugendlichen aus Hessen gewannen den Wettbewerb in ihrer Altersklasse. Juliane Säger aus Bayern wurde beste Schülerin. Die beste Schülergruppe kam vom Weißen Kreuz aus Südtirol. „Das gibt Hoffnung für eine sichere Zukunft mit qualifizierten Ersthelfern“, freute sich Bundesgeschäftsführer Christian Reuter, Generalsekretär von SAMARITAN INTERNATIONAL nach der Siegesfeier. „Zu sehen, mit welchem Engagement und welcher Motivation die Jugendlichen in den Wettbewerb gestartet sind, hat mich beeindruckt.“

Die Jugendlichen zwischen zwölf und 27 Jahren bewiesen in verschiedenen Disziplinen ihr Können in Erster Hilfe. Neben der Theorie stand dabei das Praxiswissen im Mittelpunkt. An vier Orten im historischen Venedig lösten die Teams Erste-Hilfe-AufgabenDie Lagunenstadt bot hierfür bei strahlendem Sonnenschein eine unvergleichliche Kulisse. Auch die Kreativität der einzelnen Teams wurde dabei bewertet. So führten die Mädchen und Jungen unter dem Motto „Heroes without Superpowers“ kleine Theaterstücke auf.

20 Jahre SAMARITAN INTERNATIONAL konnten im Rahmen der Veranstaltung ebenfalls gefeiert werden.. Das Netzwerk wurde im August 1994 vom ASB in Köln mitbegründet. SAM.I. ist ein internationales Netzwerk von 16 Samariter-Organisationen aus 15 verschiedenen Ländern mit drei Millionen Mitgliedern, 140.000 Freiwilligen und 35.000 Mitarbeitern. Der SAMI.I. Contest findet alle zwei Jahre in einem anderen Mitgliedsland statt. Knut Fleckenstein MdEP, ASB-Bundesvorsitzender und Präsident von SAM.I sagte zum Abschluss: „Ich danke ANPAS für die gelungene Organisation des SAM.I. Contests, für die Gastfreundschaft sowie die spannende und lehrreiche Zeit. Außerdem danke ich all unseren jungen Teilnehmern: Ihr habt  das Fundament gelegt für  eine starke Zukunft in einem gemeinsamen Europa.“

 

Sven Rosenberger 13-AUG-2014
 

Aktuelle Meldung

Neuer Landesvorstand am 5. Juli 2014 gewählt

115 Delegierte aus den ASB-Regionen in Hessen wählten am 5. Juli 2014 in Kassel den ASB-Landesvorstand für die nächsten vier Jahre.

Der neu gewählte Landesvorstand in Hessen. von links: E. Marneth, G. Preusch, Dr. J. Pilligrath, L.Frölich, S.Schneider, M. Hillmann, S. Falke © ASB/D.Faißt

Der ASB Hessen hat seinen Landesvorstand gewählt. Für die nächste Amtsperiode bestätigten die Delegierten ihren 1. Landesvorsitzenden Ludwig Frölich und den 2. Landesvorsitzenden Gerald Preusch. Als weitere Landesvorstandsmitglieder wurden Stefan Falke – Regionalverband Mittelhessen, Michael Hillmann – Regionalverband Kassel-Nordhessen, Edwin Marneth – Region Wiesbaden-Rheingau-Taunus, Jürgen Pilligrath – Region Wiesbaden-Rheingau-Taunus und Sabine Schneider – Regionalverband Kassel-Nordhessen gewählt. Frau Schneider wurde neu in den Landesvorstand gewählt. Sie kommt aus dem ASB in Baunatal und ist in der zweiten Legislaturperiode im Regionalverband Kassel-Nordhessen tätig. Sie begleitet dort die Themen Ausbildung, Sanitätsdienst und Jugend.

Der 1. Landesvorsitzende Ludwig Frölich bedankte sich für das ihm entgegengebrachte Vertrauen und äußerte seine Begeisterung darüber, mit wie vielen Angeboten und Leistungen der ASB hilfebedürftige Menschen unterstützt. Sein Ziel ist es, bürgerschaftliches Engagement zu fördern und ein gemeinsames Werteverständnis von Hauptamtlichen und Ehrenamtlichen zu erreichen.

Des Weiteren wurden die Mitglieder der Landeskontrollkommission für die nächsten vier Jahre gewählt. Rolf Beck – Region Wiesbaden-Rheingau-Taunus, Esther Dilcher – Regionalverband Kassel-Nordhessen, Gerhard Lang – Region Wiesbaden-Rheingau-Taunus, Klaus Lauren – Regionalverband Frankfurt am Main und Gaby Marneth – Region Wiesbaden-Rheingau-Taunus.

Der auf der Landesjugendkonferenz im April 2014 gewählten Landesjugendleiter Sebastian Radig und die stellvertretende Landesjugendleiterin Katharina Schneider sind von den Delegierten der Landeskonferenz bestätigt worden.

Der Beschluss zur Namensgebung des ASB Frankfurt am Main wurde von der Landeskonferenz gefasst. Die verabschiedete Bezeichnung lautet: ASB Landesverband Hessen e.V. Regionalverband Frankfurt am Main.

Dorothee Faißt 10-JUL-2014
 

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Schulsanitäterin rettet Mitschüler das Leben

Am Montag, 28.04.2014, dem ersten Schultag nach den Osterferien bricht der 18 jährige Florian während des Unterrichts in der Ziehenschule in Frankfurt plötzlich bewusstlos zusammen.

© ASB/D.Faißt

Zwei seiner Mitschüler reagierten sehr besonnen und alarmieren die zur Schulsanitäterin ausgebildete Schülerin Helena die zeitgleich in einer anderen Klasse Unterricht hatte. Es ist ihr erster Notfall. Aber ihre gute Ausbildung bewährt sich in dieser Stresssituation. Schnell stellt die Schulsanitäterin fest, dass Florian nicht mehr atmet. Sie beginnt sofort mit der Reanimation. Das ist Florians großes Glück. Denn nur durch die schnelle und professionelle Hilfe von Helena konnte ihm das Leben gerettet werden. Der benachrichtigte Rettungsdienst konnte Florian stabilisieren und ins Krankenhaus transportieren.

Heute geht es Florian wieder gut. Er und seine Eltern sind der Retterin sehr dankbar und Florian konnte sein Abitur erfolgreich abschließen. Und Helena sieht sich in ihrem Berufswunsch bestätigt. Denn ihrer ersten Lebensrettung sollen noch viele folgen. Sie möchte Medizin studieren und Ärztin werden. Helena ist außerdem mit beim ASB ehrenamtlich als Sanitäterin tätig.

Auf der Ziehenschule in Frankfurt sind 1400 Schüler und ca. 25 Schulsanitäter. Jeden Tag sind fünf Schulsänitäter im Dienst, davon haben wiederum zwei einen "Piepser", die im Bedarfsfall durch die Schulsekretärin angepiepst werden. Bei Florian war die Hilfe direkt da, was ihm das Leben gerettet hat. Florian meint: „Schulsanitäter sind echt cool“. 

Dorothee Faißt 27-MAI-2014
 

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Mehr als nur Erste Hilfe – ASJ Offenbach wieder Deutscher Meister

Nach der Qualifizierung beim Landesjugendwettbewerb 2013 stand der Jugendgruppe Offenbach des Arbeiter-Samariter-Bundes Mittelhessen der Bundesjugendwettbewerb vom 29. Mai 2014 bis 1. Juni 2014 in Berlin bevor.

Die ASJ Offenbach beim Bundesjugendwettbewerb in Berlin © ASB/Chris Jürgens

Die Schüler- (12-15 Jahre) und Jugendmannschaft (16-21 Jahre) mussten sich in einem praktischen und theoretischen Teil gegen die Gruppen aus 14 weiteren Bundesländern behaupten. 

In der praktischen Ersten Hilfe sollten einfache Schürf- und Kratzwunden bis hin zu ernsten Fahrradunfällen und Sturzverletzungen versorgt werden. Beim Geschicklichkeitstest galt es mit Schwimmflossen an Land ein Parcours zu durchlaufen und gemeinsamen Seil zu springen. Weiterhin gab es knifflige Allgemeinwissensfragen zu beantworten, die aus Jugend, Politik und dem Aktuellen bestanden. Bei allen Aufgaben und von jedem Teilnehmer war eine Menge Teamwork und Wissen nötig, um mit der Elite der ASJ in Deutschland mithalten zu können. Auch ein Kulturteil unter dem Motto „Wetten dass … ASJ’ler können mehr“ galt es als Aufgabe am ersten Wettbewerbsabend vorzuführen. 

Am nächsten Morgen tauschten die ASJ‘ler Verbandzeug und Pflaster gegen Kugelschreiber. Der Erste-Hilfe-Theorietest bildete die letzte Station des Wettbewerbs. 

Nach vier anstrengenden Tagen hatten sich jedoch die Mühen der Samariterinnen und Samariter gelohnt. Insgesamt 4 Pokale fanden den Weg aus Berlin zurück an den Main und mit diesen auch der 1. Platz der Jugend, die somit deutscher Meister des ASJ-Deutschlands sind. Die Schülergruppe belegte den 3. Platz. Über einen zweiten Platz in der Einzelwertung „Jugend“ von Saskia Heublein und einem dritten Platz in der Einzelwertung „Schüler“ von Florian Tremmel durften sich die Offenbacher auch noch freuen. 

Der Sieg der Jugendgruppe bedeutet nun für die 5 erfolgreichen ASJ’ler die Teilnahme am „Samaritan International Contest“, dem weltweiten Jung-Samariter-Wettbewerb, der vom 7. bis 10. August 2014 in Venedig/Italien stattfinden wird. 

„Absolut unglaublich, welche Leistungen unsere Jugendlichen hier wieder abgeliefert haben. Es ist jedes Mal wieder ein Wahnsinnsgefühl zu Wissen, dass wir in den vergangenen Vorbereitungswochen alles richtig gemacht haben. Wir sind so stolz auf jeden Einzelnen!“, so Anja Nägele, Jugendleiterin der ASJ-Offenbach.

Ansprechpartner für Rückfragen:

Anja Nägele
Telefon 069 985444 614


11-JUN-2014